LANDKREIS

WALDSHUT

Kommunaler Suchtbeauftragter

Suchthilfe

1968 wurde Sucht von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Krankheit anerkannt. Im selben Jahr folgte das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil dieser Auffassung. Damit war der Weg frei für eine finanzierte und differenzierte Suchthilfe in Deutschland.

Heute gliedert sich Suchthilfe v.a. in die Bereiche der

niedrigschwelligen (Über-)Lebenshilfen
Entgiftungsstationen in Krankenhäusern
ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen
stationären Facheinrichtungen
Adaptionseinrichtungen
betreuten Wohngemeinschaften
ambulanten Nachsorgeangeboten

sowie einer Vielzahl weiterer differenzierter Hilfsangebote, z.B. speziell für Jugendliche, Frauen, Familien, Spätaussiedlern usw.

Im Landkreis Waldshut entstand bereits 1966 die Suchtberatungsstelle des Baden-Württembergischen Landesverbands für Prävention und Rehabilitation bwlv, 1991 kam die Jugend- und Drogenberatungsstelle hinzu. Beide Beratungsstellen bilden heute die Fachstelle Sucht und haben ihren Sitz in Waldshut.

Durch das Gesamtkonzept Suchtprophylaxe in Baden-Württemberg bot sich den Landkreisen mithilfe einer Landesförderung 1991 die Gelegenheit, in den Landratsämtern Koordinierungsstellen zu Suchtprävention und Suchthilfe zu schaffen. Diese Gelegenheit wurde im Kreis Waldshut wahrgenommen, und seit 1991 gibt es den Kommunalen Suchtbeauftragten beim Landratsamt in Waldshut.

Ein weiterer Schritt in Richtung koordinierter Suchtpräventions- und Suchthilfestrategien wurde durch die Schaffung eines Kommunalen Suchthilfeverbunds getan. Im Jahre 2008 schlossen sich 25 Institutionen im Landkreis Waldshut zu einem solchen Kommunalen Suchthilfeverbund auf Grundlage eines Kooperationsvertrags zusammen, um die regionale Suchtpolitik gemeinsam zu gestalten.