LANDKREIS

WALDSHUT

Kommunaler Suchtbeauftragter

Suchtprävention

                         
Man unterscheidet heute universelle, selektive und indizierte Suchtprävention.

Universelle Suchtprävention richtet sich an Menschen in ihren Lebenswelten, wie Kindergarten, Schule, Familie, Gemeinde, Jugendarbeit oder Betriebe.

Die selektive Prävention richtet sich an bestimmte Risikogruppen, z.B. auffällig Alkohol oder Drogen konsumierende Jugendliche oder Kinder aus suchtbelasteten Familien.

Indizierte Prävention richtet sich an gefährdete Einzelpersonen, die bereits problematische Konsummuster oder Verhaltensweisen zeigen. Dabei geht es zum Teil über Prävention hinaus in den Bereich der Suchtbehandlung. 

Neben der o.g. Unterscheidung besteht eine weitere Unterscheidung in Verhaltens- und Verhältnisprävention.

Verhaltensprävention
richtet sich an die Menschen selbst, mit ihren persönlichen Kompetenzen und Risiken. Man spricht daher auch von personaler Prävention.

Gegenstand der Verhältnisprävention sind Strukturen, die Auswirkungen auf die Menschen haben. Beispielsweise ist die Tabaksteuererhöhung in diesem Sinne zu verstehen. Zur Verhältnisprävention zählen aber auch Maßnahmen, die Chancengleichheit fördern, Armut bekämpfen, Diskriminierungen abbauen u.v.m.

In Baden-Württemberg sind in nahezu jedem Stadt- und Landkreis Kommunale Suchtbeauftragte oder Beauftragte für Suchtprophylaxe tätig, welche die Prävention regional organisieren.

Neben vielen weiteren Institutionen hat es sich der Suchtprophylaxe e.V. Baden-Württemberg zur Aufgabe gemacht, die Prävention landesweit zu fördern. Über den Suchtprophylaxe e.V. wurden mehrere Projekte entwickelt und produziert, die in den einzelnen Stadt- und Landkreisen zur Verfügung stehen.